Entwicklung der Implantat-Akupunktur / Neurostimulation
Ursprung einer modernen, in Deutschland entwickelten Methode
Idee und Wirkprinzip
Die Grundidee der Implantat-Akupunktur besteht darin, dass Implantate kontinuierliche und stärkere Reize auf das zentrale Nervensystem (ZNS) ausüben können als die klassische Akupunktur. Hierdurch können vor allem neurologische und chronische Erkrankungen oft effektiver und langfristiger behandelt werden. Zudem ist in vielen Fällen nur eine einmalige Behandlung erforderlich, wodurch sich die gesamte Behandlungsdauer deutlich verkürzen kann.Anwendung und Wirkung
Bei dieser Methode werden kleine Implantat-Nadeln entweder dauerhaft (Titan-Nadeln) oder vorübergehend (resorbierbare Nadeln) in die äußere Ohrmuschel implantiert. Dies führt zu einer Anregung bestimmter Hirnregionen im zentralen Nervensystem und zu einer Regulation des vegetativen Nervensystems – beispielsweise bei Stimmungsschwankungen, Depressionen oder neurologischen Funktionsstörungen.Wissenschaftliche Veröffentlichungen
Dr. Rolf Wlasak hat die Grundlagen und Methode im Springer-Verlag als Fachbuch veröffentlicht (Implantat-Akupunktur; ISBN: 978-3-642-20025-0). Mittlerweile (Stand 2025) haben Dr. Wlasak und Dr. Lobner das zweite Fachbuch zu dieser Methode im Springer-Verlag herausgegeben: Implantat-Akupunktur: Präzisionstherapie für neurologische und psychosomatische Krankheiten sowie für chronische Schmerzerkrankungen, 2025, Print-Ausgabe, 122 Seiten; ISBN-10: 3662712938. Weitere Infos zum Buch.Deutschland sind vom Gesetzgeber zwei unterschiedliche Nadeltypen als Medizinprodukte der Klasse IIb zugelassen:
- Titan-Implantate (Implax®)
- Resorbierbare Implantate (Templax®)

Resorbierbare Implantate (Templax®)
Die resorbierbaren Implantate (Templax®) werden vor allem bei Erkrankungen verwendet, die nur eine zeitlich begrenzte Stimulation des zentralen Nervensystems benötigen – etwa bei Tinnitus oder zur Rauchentwöhnung.
Diese Implantate lösen sich nach etwa 12 bis 18 Monaten rückstandsfrei im Körper auf.
Sicherheit und Verträglichkeit

Die Implantat-Akupunktur gilt als risikoarm. Bisher sind keine relevanten Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen aufgetreten. Es gab keine Blutungen, Entzündungen oder Knorpelschäden bei den bisher durchgeführten Behandlungen.
Unsere Fachpraxis hat inzwischen über 100.000 Implantate eingesetzt – bei durchgehend hoher Verträglichkeit und Patientensicherheit. Die Methode gilt als risikolos für den Patienten.
Sanfte Stimulation des zentralen Nervensystems
Die Implantate sollen eine sanfte Stimulation und Anregung der Strukturen des zentralen Nervensystems (ZNS) auslösen. Hierdurch können folgende physiologische Reaktionen im Körper entstehen:
- Ausschüttung körpereigener Botenstoffe (zum Beispiel Dopamin oder Endorphine)
- Verbesserung der Mikrozirkulation und Durchblutung des Gehirns
- Hemmung kleiner Entzündungsreaktionen im Nervensystem
Aktivierung körpereigener Regulationsmechanismen
Die Implantate sollen körpereigene, entzündungshemmende und heilungsfördernde Mechanismen in Gang setzen.
Das zentrale Nervensystem wird dadurch aktiviert und kann die Selbstregulationskräfte des Körpers anregen.
Dies unterstützt die Freisetzung von Abwehrstoffen und Neurotransmittern, die eine ausgleichende Wirkung auf das gesamte Nervensystem haben können.
Dr. Rolf Wlasak hat hierzu eine universitäre Studie in Kooperation mit der Universität Köln / Hannover durchgeführt sowie zahlreiche Langzeitbeobachtungen veröffentlicht.
Darüber hinaus hat Dr. Wlasak die Methode im Springer-Verlag als Fachbuch publiziert. Mittlerweile (Stand 2025) haben Dr. Wlasak und Dr. Lobner das zweite Fachbuch zu dieser Methode im Springer-Verlag herausgegeben.
Implantation und Platzierung der Implantate
Die Implantate werden auf den entsprechenden Akupunkturpunkt gesetzt. Mit leichtem Druck werden sie in das Ohrgewebe eingeschoben.
Innerhalb weniger Tage verwachsen die Implantate fest an ihrem Bestimmungsort, wo sie eine dauerhafte, sanfte Stimulation ausüben können.

Der Implantator wird auf den entsprechenden Akupunkturpunkt gesetzt.

Mit leichtem Druck wird das Titan Implantat in die Haut geschoben.

Nach ca. 2 Tagen ist das Implantat am Bestimmungsort eingewachsen.