Restless Legs Syndrom

Das Restless Legs Syndrom kann, neben der medikamentösen Therapie, auch mit einer sogenannten Implantat-Akupunktur behandelt werden.

Hierbei werden kleine Nadeln aus medizinischem Rein-Titan in das Ohrläppchen gesetzt. Durch Implantation dieser kleinen Nadeln wird das Gehirn angeregt, wieder selber vermehrt Dopamin und andere Botenstoffe freizusetzen.

In der Folge können sich die Symptome wie unruhige Beine, Kribbeln, Schmerzen, Tagesmüdigkeit und Schlaflosigkeit zum Teil erheblich verbessern. Ziel einer solchen Behandlung ist ebenfalls Medikamente einzusparen oder zu reduzieren.

 

Die Universität Köln (Prof. Beuth) führte gemeinsam mit dem Fachzentrum für Neurostimulation unter Leitung von Dr. Rolf Wlasak eine Studie zum RLS-Syndrom durch. Diese und andere Studien können Sie als Original-Publikation nachlesen (siehe unter Wissenschaft).

Eine aktuelle Langzeitstudie (2015) belegt die lange Wirkdauer dieser neuen Behandlungsmethode. Ziel dieser Untersuchung war festzustellen, wie lange nach der Implantation diese positiven Wirkungen tatsächlich anhalten.

Dr. Wlasak hat bis heute ca. 2.000 Patienten mit Restless Legs Syndrom (RLS) mit Implantat-Akupunktur (Neurostimulation) behandelt. Die Behandlung besteht aus:

 

  • Vorgespräch (medikamentöse Einstellung)
  • Neurologische Untersuchung (z.B. Auffinden der Dopamin-Zone)
  • Implantation von Titan-Nadel (Implax®)
  • Neueinstellung der Medikation
  • Nachbeobachtung über 12 Monate (zumeist telefonisch)

 

Die Methode ist risikolos für den Patienten. Wir haben bis heute ca. 30.000 Titan-Implantate bei RLS-Patienten eingesetzt. Noch nie gab es eine Entzündung, eine Blutung oder einen Knorpelschaden am Ohr.

Alle Patienten können am selben Tag z.B. Duschen und Nachts auf der Seite schlafen. Es ist keine Narkose nötig.

Universitäre Studie beim Restless Legs Syndrom:

Wir haben eine wissenschaftliche Studie zur Wirksamkeit und Sicherheit beim RLS-Syndrom in Kooperation mit den Universitäten Köln und Hannover durchgeführt.

Ergebnis: 70% aller behandelten RLS-Patienten geben eine deutliche Besserung ihrer Beschwerden an. Bei 20% der Betroffenen trat eine gute Besserung ein, in 10% der Fälle kam es zu keiner Verbesserung.

In dieser Studie wurden 12 Implantate pro Patienten eingesetzt. Hierbei traten keine Entzündungen, Knorpelschäden oder Blutungen auf. Die Methode ist nebenwirkungsfrei und sehr gut verträglich. Die Studien können Sie unter Wissenschaft nachlesen und herunterladen.